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Souveränität als Wettbewerbsvorteil

Hintergrund
Europa erlebt einen Wandel im Umgang mit digitaler Infrastruktur: Mehr und mehr Unternehmen prüfen Alternativen zu den großen amerikanischen Cloud-Marktführern und entdecken dabei die Vorzüge souveräner Cloud-Lösungen. Ein Trend, der das wachsende Vertrauen in europäische Anbieter und den Wunsch nach nachhaltigeren, resilienteren und unabhängigen Ansätzen widerspiegelt.
Souveränität statt Abhängigkeit
Ausgelöst wurde dieses Interesse zunächst vor allem durch Bedenken rund um Privatsphäre und staatliche Überwachung. Enthüllungen über globale Spionageprogramme führten vielen Organisationen vor Augen, wie weit der Zugriff ausländischer Behörden auf globale IT-Infrastrukturen reichen kann. Auch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre (und Tage) haben den Druck erhöht, sich stärker auf eigene digitale Fähigkeiten zu besinnen. Für viele Unternehmen ist die Abhängigkeit von US-Anbietern nicht mehr nur ein Datenschutzrisiko, sondern wird auch zunehmend als ein wirtschaftlicher und strategischer Nachteil wahrgenommen.
Noch ist das Kräfteverhältnis sehr unausgeglichen: Rund 70 Prozent des europäischen Cloudmarktes werden von Amazon, Microsoft und Google bedient, nur etwa 15 Prozent entfallen auf europäische Anbieter. Dieses Missverhältnis, schlägt sich auch in den Preisen nieder: In den vergangenen Jahren und Monaten sind die Kosten der Marktführer stetig gestiegen. Obwohl heimische Alternativen im Vergleich attraktiver geworden sind und auch die Kurse europäischer Cloudunternehmen schon merklich angezogen haben, zeigen sich Stakeholder oft noch zögerlich. Aus Sorge vor Fehlentscheidungen setzen sie häufiger als nötig auf die bekannten, „sicheren“ Lösungen, selbst wenn diese nicht immer die besten (und nicht einmal die objektiv sichersten) Optionen darstellen.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen könnten jedoch heute schon nahezu risikofrei auf europäische Infrastruktur umziehen. Für viele Produkte und Services sind Hyperscaler weder technisch noch wirtschaftlich erforderlich. Ein Wechsel stärkt nicht nur die digitale Unabhängigkeit und reduziert DSGVO-Risiken, sondern lässt sich auch als klares Alleinstellungsmerkmal kommunizieren: Besonders in Deutschland wächst die Skepsis gegenüber US-amerikanischen Services und damit die Nachfrage nach vertrauenswürdigen Alternativen.
Noch mehr Momentum erfuhr das Thema durch den Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität, der am 18. November 2025 in Berlin stattfand. Die Initiative von Deutschland und Frankreich markierte einen Wendepunkt: Beide Länder verpflichteten sich, die Abhängigkeit Europas von US-Techkonzernen zu reduzieren und eigene digitale Ökosysteme zu stärken. Die politische Botschaft ist klar: Digitale Souveränität ist kein technisches Detail, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität, Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt.
Unser Ansatz
Zest Labs arbeitet seit jeher technologieagnostisch. Anstatt einzelne Plattformen oder Anbieter zu bevorzugen, analysieren wir die individuellen Anforderungen unserer Kunden und entwickeln maßgeschneiderte Strategien und Produktarchitekturen. Unser Anspruch: Wir bauen Lösungen, die heute funktionieren und morgen Bestand haben.
Wir setzen auf zukunftssichere Infrastruktur und folgen modernsten Best Practices der Cloud- und Softwareentwicklung. Wir wissen aber auch, wie schnell Paradigmenwechsel bestehende Technologien obsolet machen können. Diese Erfahrung prägt unsere Arbeit: Wir entwickeln Systeme, die sich flexibel anpassen, portieren und erweitern lassen.
Was bedeutet das konkret?
Der europäische Markt wird vielfältiger und bietet heute schon gleichwertige Alternativen für den Großteil der typischen Anwendungsfälle. Gewisse Herausforderungen bleiben jedoch bestehen, besonders wenn Unternehmen global skalieren möchten. Außerdem richten sich viele heimische Anbieter mit ihren Angeboten eher an größere Konzerne und bieten keine oder sehr begrenzte Möglichkeiten mit einem Projekt direkt loszulegen. Einzelnen Entwickler:innen und kleineren Startups erscheint es daher oft einfacher, Projekte schnell und unkompliziert bei den bekannten Marktführern aufzusetzen.
Enter Scaleway
Scaleway ist ein französischer Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Frankreich, den Niederlanden und Polen. Auch wenn das Angebot noch nicht alle Leistungen abdeckt, die Amazon (AWS), Google (GCP) oder Microsoft (Azure) bieten, enthält es dennoch viele der wichtigsten Dienste, die für das Betreiben einer modernen Internet-Anwendung benötigt werden – darunter neben klassischen VMs und Bare-Metal-Servern viele weitere essenzielle Dienste wie Object Store (S3 kompatibel), Block Storage, VPC, IAM, Load Balancers, Managed Kubernetes, Serverless Functions & Containers, Managed Databases und Transactional Email.
AI made in Europe
Für die Entwicklung KI-gestützter Apps und Funktionalitäten erhalten Kunden bei Scaleway außerdem leistungsfähige GPU-Instanzen und eine große Auswahl gängiger Modelle nach dem Model-as-a-Service-Prinzip (MaaS), allesamt sofort einsatzbereit. Darunter auch Mistral AI, einer der führenden europäischen Anbieter von KI-Lösungen (ebenfalls mit Sitz in Frankreich), dessen moderne Modelle speziell auf europäische Anforderungen an Datenschutz, Transparenz und technologische Souveränität einzahlen.
In Kombination mit den in Europa betriebenen Rechenzentren von Scaleway können so souveräne AI-Plattform entstehen, auf der sensible Daten das europäische Rechtsgebiet nicht verlassen. Wir bringen eigene Erfahrung im Betrieb von Scaleway-Umgebungen und im praktischen Einsatz von Mistral-Modellen in kundenspezifischen Anwendungen ein, von der Auswahl geeigneter Modelle über Feinabstimmung und Prompt-Design bis hin zur Integration in bestehende Backend- und Frontend-Architekturen.

“Für Unternehmen, die ihre digitale Souveränität stärken und gleichzeitig regulatorische Risiken im Bereich Umwelt- und Lieferkettenrecht minimieren wollen, wird die Wahl eines europäischen, nachhaltig ausgerichteten Providers damit zum strategischen Compliance‑Hebel.”
Ökologische Verantwortung und Compliance
Europäische Clouds unterliegen denselben regulatorischen Rahmenbedingungen wie ihre Kunden (u.a. LkSG, CSRD, ESRS, EU-Taxonomie) und entwickeln ihre Produkte daher zunehmend „reporting‑ready“, etwa durch standardisierte Berichte zu CO₂‑Emissionen und Wasserverbrauch. Die von Scaleway bereitgestellten Umweltreports vereinfachen die Vorbereitung auf verschärfte Nachweis‑ und Dokumentationspflichten entlang der Lieferkette. Für Kunden bedeutet das: weniger manueller Aufwand beim Sammeln von Umweltkennzahlen, bessere Auditierbarkeit und eine klarere Argumentationsgrundlage gegenüber Stakeholdern, Aufsichtsbehörden und umweltbewussten Kunden.
Scaleway kombiniert diesen Compliance‑Fokus mit einer konsequent nachhaltigen Betriebsstrategie im Rechenzentrumsbetrieb. Diese umfasst Maßnahmen wie die Verlängerung der Hardware‑Lebensdauer, nachhaltigen Umgang mit Wasser und den Einsatz erneuerbarer bzw. CO₂‑armer Energie. All das reduziert den ökologischen Impact der betriebenen Workloads. Für Unternehmen, die ihre digitale Souveränität stärken und gleichzeitig regulatorische Risiken im Bereich Umwelt- und Lieferkettenrecht minimieren wollen, wird die Wahl eines europäischen, nachhaltig ausgerichteten Providers damit zum strategischen Compliance‑Hebel.
Beispielhafte Gegenüberstellung eines App-Clusters auf AWS vs. Scaleway
Preislich rangieren Scaleway-Dienste meist deutlich unter dem Niveau der etablierten Hyperscaler und Projekte lassen sich so schnell umsetzen wie bei den US-amerikanischen Konkurrenten. Unsere zertifizierten Scaleway-Experten unterstützen Sie gerne bei der Umstellung oder beim Aufsetzen einer entsprechenden Umgebung.
Konfiguration
AWS*
Scaleway*
Development Cluster
Kubernetes Cluster, 1x Worker Node (2 vCPUs, 4 GB RAM), LB, 20 GB object storage, 200 GB traffic, managed Postgres
AWS*
325 €
Scaleway*
45 €
Production Cluster
Kubernetes Cluster, 3x Worker Nodes (4 vCPUs, 16 GB RAM), LB, 20 GB object storage, 200 GB traffic, managed Postgres
AWS*
810 €
Scaleway*
400 €
* ungefähre monatliche Kosten
Innovativ, souverän, kostengünstig
In einer zunehmend vernetzten Welt wird digitale Souveränität zum Wettbewerbsfaktor. Europäische Unternehmen erkennen, wie wichtig es ist, die Kontrolle über Daten, Prozesse und Technologien zu behalten. Souveräne Cloud-Lösungen schaffen dafür die Grundlage – sicher, rechtskonform und unabhängig von außereuropäischen Anbietern.
Datenhoheit beginnt mit Souveränität
Cloud-Souveränität bedeutet für europäische Unternehmen vor allem eines: die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. Angesichts globaler Abhängigkeiten, geopolitischer Spannungen und immer strengerer regulatorischer Anforderungen steigt die Bedeutung souveräner, resilienter und rechtskonformer Cloud-Infrastrukturen. Organisationen benötigen Lösungen, die nicht nur sicher sind, sondern auch frei von außereuropäischen Zugriffsmöglichkeiten.
Zest Labs unterstützt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dabei, auf Basis aktueller Standards moderne, souveräne Produkte zu entwickeln oder bestehende Lösungen verantwortungsvoll zu skalieren. Das stärkt die Handlungs- und Verhandlungsfähigkeit, schützt wertvolle Innovationen und schafft Vertrauen im Umgang mit sensiblen Daten. Dank Anbietern wie Scaleway können unsere Kunden dabei sogar Kosten einsparen.
Melden Sie sich bei unserem Team, wenn Sie erfahren möchten, wie Zest Labs Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität begleiten kann.
So erreichen Sie uns
Möchten Sie uns direkt kontaktieren? Kein Problem, wir freuen uns, von Ihnen zu hören. Ob Sie eine Frage haben, mit uns zusammenarbeiten möchten oder einfach mehr über Zest Labs erfahren wollen, wir sind für Sie da.
Häufig gestellte Fragen
- Können bestehende Produkte und Services auf europäische Infrastruktur umgezogen werden?Ja. In vielen Fällen ist ein Umzug technisch problemlos möglich, oft mit geringen Anpassungen und ohne funktionale Einschränkungen.
- Ist es möglich, eine bestehende Lösung weltweit zu skalieren, ohne außereuropäische Cloud-Anbieter zu nutzen?
- In welcher Projektphase können sich Kunden an Zest Labs wenden?
- Welche Technologien und Anbieter nutzt Zest Labs, um digitale Souveränität umzusetzen?
- Inwiefern kann digitale Souveränität einen Wettbewerbsvorteil bedeuten?